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Bundesgerichtshof erleichtert Mieterhöhungen

In einer Entscheidung vom 19.09.2008 - AZ: VIII ZR 98/08 - hat der Bundesgerichtshof die Voraussetzungen von Mieterhöhungen für Vermieter von Einfamilienhäusern deutlich erleichtert. Bisher war es für diese Vermieter niemals möglich, sich zur Begründung eines Mieterhöhungsverlangens auf einen Mietspiegel zu stützen. Regelmäßig enthielten die Mietspiegel nur Werte für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Daten für Mieten von Einfamilienhäusern waren nicht erfasst. In solchen Fällen blieb den Vermietern nichts anderes übrig, als entweder drei vergleichbare Objekte zu benennen, was oft nicht möglich war, oder zur Begründung des Mieterhöhungsverlangens ein recht teures Sachverständigengutachten in Auftrag zu geben.

Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass dann auf den Mietspiegel Bezug genommen werden kann, wenn die geforderte Miete innerhalb der Mietpreisspanne für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern liegt. Zur Begründung wird angeführt, dass die Miete für Einfamilienhäuser im Regelfall höher als die Miete für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sei, deshalb könne eine Mieterhöhung für ein Einfamilienhaus auch mit dem für Mehrfamilienhäuser aufgestellten Mietspiegel begründet werden.



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