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Umlage von Wasserkosten

In Mehrfamilienhäusern fühlen sich viele Mieter bei der Umlage von Wasser- und Abwasserkosten benachteiligt, wenn diese Kosten nach Quadratmeter abgerechnet werden. Vielfach wird bemängelt, dass in diesen Fällen Mieter, die in kleineren Wohnungen leben, weniger Kosten zahlen müssen, selbst dann, wenn dort mehr Personen wohnen.

In diesen Fällen ist es vorgekommen, dass die sich benachteiligt glaubenden Mieter Wasserzähler angeschafft und vom Vermieter die Umlage nach dem Ergebnis der Wasserzähler verlangt haben.

In diesen Fällen hat der Bundesgerichtshof nun in einer Entscheidung vom 12.03.2008 - Aktenzeichen: VIII ZR 188/07 - gleichwohl dem Vermieter das Recht gegeben, die Wasser- und Abwasserkosten nach dem Verhältnis der Wohnungsgrößen umzulegen.

Maßstab ist grundsätzlich immer der Umlageschlüssel, der zwischen den Parteien vereinbart ist. Gibt es keine Vereinbarung, oder haben die Parteien die Umlage der Wasser- und Abwasserkosten nach dem Verhältnis der Wohnflächen zueinander geregelt, ist nach diesem Umlageschlüssel abzurechnen. Der Mieter einer Wohnung mit eingebautem Wasserzähler kann sich daher nicht weigern, den Nachzahlungsbetrag aus der Betriebskostenabrechnung zu zahlen, in der bei der Position Wasserkosten die Umlage nach der Fläche, nicht aber nach dem Verbrauch, erfolgte. Etwas anderes gilt, wenn sämtliche in einem Haus vorhandenen Wohnungen mit Wasserzählern ausgestattet wären. Dann kann der Vermieter durch einseitige Erklärung den Umlagemaßstab auf Verbrauch ändern. Der Mieter hat allerdings keinen Anspruch darauf, dass der Vermieter in allen Wohnungen Wasserzähler einbaut.



Dr. Summerer & Flintrop Rechtsanwälte
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